And all the air is filled with pleasant noise of waters.

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Draußen (November 2021)

Der November hat sein Novemberding gemacht: Sonne war rar, der Wald wurde zusehends kahler, aber immerhin haben wir noch einige liebe Menschen getroffen und ein seit drei Jahren geplantes Vorhaben endlich umgesetzt. Ansonsten muss halt der rege Vogelbesuch auf dem Balkon über die Jahreszeit und den ganzen Rest hinwegtrösten.

Draußen (Oktober 2021)

Und dann wird’s auf einmal auch schon wieder Herbst. Was ja nichts schlechtes ist.

I can almost see them

Nochmal OL, diesmal fast daheim. Das Gute ist: mein letzter Jogg war ein Trainings-OL, auf genau dieser Karte. Nicht so gut: das war vor zwei Monaten. Da muss ich wohl mangelnde Fitness durch überragende geistige Leistungen ausgleichen, ich bin gespannt.

Schon die Anfahrt zum Bergstart ist enorm anstrengend, ich bin enorm müde, es ist überraschend sonnig, aber immerhin im Wald dann ja schattig und kühl. Übrigens machen wir heute Postennetz-OL – ich hab noch nie Postennetz-OL gemacht, habe keine Ahnung, wie man da vorgeht, halte mich dann an meine MTBO-Erfahrung und steh also mit Stift am Start, um erstmal ein paar Sekunden rumzustehen und ne Verbindungslinie zu malen. Zehn Sekunden mehr, um zuvor nochmal scharf über die Höhenlinien nachzudenken, wären gut investiert gewesen.

Egal, die erste Hälfte läuft halbwegs, kleine Unsicherheiten stören mich nicht weiter und kosten auch wenig Zeit, aber ab der Hälfte wird meine Strecke zunehmend gemüsig und ich immer langsamer da mittendurch. Ich stolpere ins Tal, wieder hoch, durch diverse Gräben und ins nächste Seitental und das hätte man doch vermutlich alles irgendwie schlauer und mit weniger Höhenmetern planen können. Zudem gibt’s nun keinen Weg mehr, dafür aber einen Wildwechsel auf halber Höhe, den ich also nutze und dabei in jeden Graben gucke, keinen Posten sehe, dafür aber irgendwann die Startwiese und da ich somit deutlich zu weit bin und ganz klar keine Orientierung mehr habe, fällt mir nix besseres ein, als auf die Wiese raus und von oben vom Weg aus in die gesuchte Rinne reinzulaufen, was immerhin funktioniert, aber meine Laune ist dann schon nicht mehr so super.

Schnaufend zurück ins Tal, übern Bach, wieder hoch zum nächsten Posten, und weil der letzte Posten querfeldein deutlich kürzer ist als auf dem sanft bergab führenden Weg, lauf ich also querfeldein, wurschtele mich durch eine Brombeerschneise und rutsche danach viel zu steil und nicht eben kontrolliert bergab, nur um schließlich festzustellen, dass man den Wurzelstock mit dem Posten vom Weg aus einwandfrei gesehen und easy erreicht hätte. Ab ins Ziel, komplett im Arsch, und als ich dann ein letztes Mal den Bach überquere, um zurück zum Start zu spazieren, flute ich mir schließlich aus Dummheit doch noch den Schuh, prima. Aber im Ziel isses schön, ich hab alle Posten und freu mich nun doch und außerdem gibt’s Zielverpflegung, yay, doch gerne wieder.